Leben

November – Der tollste Monat des Jahres! Oder wie du ihn dazu machst!

Der November – er ist grau – dunkel, regnerisch, nichts halbes und nichts ganzes. Ohne jegliche Beweise dafür zu haben, behaupte ich einfach mal, der November ist der unbeliebteste Monat des Jahres. Daher dachte ich mir dieses Jahr, ich versuche den Spieß einfach umzudrehen und den besten Monat des Jahres daraus zu machen.

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Aber was genau kann ich tun?

Um ein Problem zu lösen, hilft es, die Ursachen zu ermitteln. Also, was macht den November so bescheuert?

Das Wetter

Nach einem schönen, langen Sommer, ist es nun kalt, aber noch nicht kalt genug für Schnee. Die bunten Blätter sind brauner Matsch auf den Gehwegen und laden zum Ausrutschen ein.

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Der Kälte trotzen

Die verfluchte Dunkelheit

Seit ich in einem Start-Up für Nahrungsergänzungsmittel arbeite, schwirren in meinem Kopf immer so Wörter wie Vitamin-D, Melatonin und Cortisol herum. So richtig verstehen kann ich nicht immer alles, aber eins steht fest, in der dunklen Jahreszeit fehlt uns echt ein verflucht großer Haufen von irgendwelchen Stoffen, die uns wach, glücklich und gesund halten.

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Das vielleicht letzte Blatt

Die Weihnachtszeit hat noch nicht begonnen

Im Dezember kann man Weihnachtsmärkte besuchen, Plätzchen backen, viel Geld für Geschenke ausgeben, meist hat man ein oder gar zwei Wochen frei und wenn alles nicht hilft, kann man sich bedingungslos mit Glühwein und Tee mit Schuss besaufen, ohne das irgendjemand es so richtig merkt. Aber im November….

Es passiert einfach kaum etwas Spannendes

Die Laufsaison ist so gut wie beendet, es gibt nur noch wenige Veranstaltungen, die Open-Air Saison ist endgültig vorbei und jeder Schritt vor die Haustür gleicht sowieso einem Kampf gegen böse Dämonen.

Die guten Vorsätze für 2016 sind nun unwiderruflich unerreichbar

Am 31.12.2015 standen wir da – draußen in der Kälte, schauten die bunten Feuerwerke an und sinnierten über all die großen Dinge, die wir 2016 erreichen werden. Endlich die Strandfigur, die ich mir immer gewünscht habe, Kuchen nur noch an den Wochenenden. Eine neue Wohnung und endlich das große Liebesglück finden. Sollte doch easy sein – sind ja schließlich 12 ganze Monate! Und plötzlich ist November. Durch mein WG-Zimmer rollt eine Staubkugel, direkt an dem Bikini vorbei, den ich mich nie getraut habe anzuziehen….

So weit so gut. Dieser November, das habe ich mir soeben noch einmal bildhaft bewiesen ist wirklich ätzend.

ABER JETZT WIRD ALLES ANDERS. WÄRE DOCH GELACHT, WENN ICH DEN NOVEMBER NICHT ZUM HÖHEPUNKT ALLER MONATE ERHEBE. ZUM FEST DER FESTE – DAS LÄCHELN WIRD MIR NICHT MEHR VERGEHEN UND DIE MENSCHEN UM MICH HERUM WERDEN ES MIR NACHMACHEN.

Also was tun? Meine persönliche Lösung gibt es hier:

Das Wetter:

So sehr ich es versucht habe, ich kann es einfach nicht ändern. Und ich habe wirklich alles gegeben – Regentänze, lautes Fluchen und heimliche Zaubersprüche unter der Bettdecke. Das einzige, was also hilft: endlich wetterfeste Kleidung. Ja die Kollegen haben mich ausgelacht, als ich mit Fellmütze (natürlich künstlich!), 5 Lagen Schal, einem dicken Norweger-Pulli und der Winterjacke für die ganz kalten Tage im Büro anrückte. Aber das war mir egal – denn mir war warm – ja ich erfreute mich sogar am Draußen sein. Im Regen stehen – perfekt vorbereitet konnte ich da nur milde lächeln, wenn die anderen Menschlein verschreckt zwischen U-Bahn und Arbeit umherrannten.

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Fellmütze vertreibt Kummer und Sorgen

Die Dunkelheit.

Auch hier bin ich machtlos, aber was wirklich hilft, ist die Sonnenstunden nutzen, sobald sie da sind. Ich liebe es zum Beispiel mittlerweile statt mit der Bahn, zu Fuß zur Arbeit zu gehen. Dabei verbrenne ich ein halbes Stück Kuchen, welches ich am Nachmittag verschlingen werde und tanke Licht und Bewegung. Außerdem finde ich so die Zeit, meinen geliebten Podcasts zu lauschen (derzeitiger Favorit: Fatboys Run) und eventuell sogar noch ein paar Pokemon-Kilometer zu sammeln – langweilig wird mir definitiv nie! Pro Strecke bin ich da oft zwischen 40 Minuten und einer Stunde unterwegs – im Büro angekommen bin ich daraufhin stets bester Laune und bereit für den Arbeitstag. Am Wochenende gilt es dann, die Zeit mit dem Licht besonders gut zu nutzen. Egal wie schwer es scheint, ein – zwei Stunden an der frischen Luft, auch wenn die Wolken etwas tiefer hängen – bringen mir viel Energie zurück. Und wenn gar nichts mehr hilft, denke ich wohl über die Anschaffung einer Tageslichtlampe nach.

Die Weihnachtszeit hat noch nicht begonnen

Mutige ziehen die schönen Dinge der Weihnachtszeit einfach vor. Ich selbst wagte es bereits am 30.Oktober, meine geliebte Weihnachtsbettwäsche aus dem Keller zu holen. Ich räumte mein Zimmer auf und sortierte Sachen, die an Bedürftige weitergegeben werden sollen. So bin ich wenn die Weihnachtszeit kommt bereit bestens gerüstet und habe mehr Zeit für die schönen Dinge. Auch über die Geschenke will ich mir dieses Jahr bereits im November Gedanken machen. So kann ich den Stress verteilen und frei nach dem Motto “Freude machen, macht Freude”, stelle ich mir vor, wen ich wie beglücken kann – das bringt ein schönes Gefühl!

Es passiert einfach kaum etwas Spannendes

Hier kann man ja wohl am meisten drehen – und das hat mich auch auf die Idee für diesen Artikel gebracht. Seit dem Sommer habe ich keinen Urlaub genommen und nur meine Wochenenden anderswo verbracht. Nun habe ich im November 2 Reisen geplant auf die ich mich wirklich sehr freue.

Zum einen erfülle ich mir einen weiteren Traum (und ein weiterer Schritt auf dem Weg zu meinem Ziel, alle Länder Europas zu besuchen, bis ich 30 bin) – ich bereise Montenegro und zum anderen erlebe ich einige tolle erste Male:

  • mein erster offizieller Halbmarathon am 06.11. am, Teltowkanal
  • meine erste Laufveranstaltung im Ausland: der Conwy Half Marathon inklusive England/Wales-Reise
  • ich mag ja keine Konzerte, aber ich habe mir immer geschworen, dass ich alles dafür geben würde, meine Jugendhelden, die Red Hot Chili Peppers live zu sehen – auch diesen Traum erfülle ich mir im November
  • Amerika Wahlnacht. Das wohl gruseligste Ereignis des Novembers – in der Bundeszentrale für politische Bildung werde ich mit Conny die Live-Übertragung der Wahlen in den USA verfolgen.
  • Die Schlemmer-Tour: Zusammen mit der Earn-Your-Bacon Wandergruppe, werde ich endlich wieder durch Berlin und Umgebung wandern. Dieses Mal sind drei Schokoladen-Werksverkäufe unser Ziel – wie für mich gemacht.
  • Heldenmarkt: Zwar nicht das erste Mal, aber immer wieder schön. Der Markt für nachhaltigen Konsum ist schon seit Jahren Tradition von Conny und mir.

2016-11-01-12-09-05-1Wenn ich an den November denke, dann denke ich nun nicht mehr an die grauen, dunklen Tage, sondern an all diese tollen Erlebnisse, die ich haben werde. Ich denke an die lieben Leute, die mich dabei unterstützen und den leckeren Kuchen, der das ganze Jahr über erhältlich ist- auch im November. Und es muss ja nicht gleich Urlaub sein, man kann sich die Tage auch so zu etwas Besonderem machen: Ins Kino gehen, endlich die eine Serie zu Ende schauen, die man den ganzen Sommer nicht zu sehen geschafft hat, die 4 neuen Gilmore Girls Folgen ansehen und und und…

Ich muss noch loswerden, wie viel Glück ich hatte: in Conwy, wo der Halbmarathon stattfinden wird, sind die Hotelzimmer recht teuer (so 100 Euro die Nacht minimum) daher habe ich mich mal wieder zu Couchsurfing.de begeben und habe zwar nur wenige aber anscheinend tolle Couchsurfer gefunden. Ich bin auf einen Familienvater gestoßen, der selbst ein Lauf-Bild von sich in seiner Galerie hat und angab, dass seine Töchter selbst viel über Couchsurfing reisten und er zurückgeben will, was andere für sie getan habe. Als ich ihn mit meinem Anliegen belagerte, antwortete er prompt, dass ich herzlich willkommen sei und dass er, wenn er nicht selbst teilnimmt, mich zur Veranstaltung fahren wird und am Abend vorher ein Super-Nudelessen zum “Carb-Loading” veranstaltet wird. Falls ihr eine Idee habt, was ich ihm als Gastgeschenk mitbringen kann, bitte kommentieren!!

Die bösen guten Vorsätze

Ich habe eine schockierende Nachricht für euch: ES IST DOCH NOCH NICHT ZU SPÄT!

Bis zum Ende des Jahres sind es noch sage und schreibe 60 Tage und da kann man noch verdammt viel reißen. 60 Tage, die man sich bereits gesund ernähren kann, an denen man seinen Liebsten eine Freude machen kann, an denen man vielleicht sogar eine Wohnung finden kann (wenn man nicht gerade in Berlin wohnt :P). 60 Tage um endlich mal wieder ins Fitnessstudio zu gehen, um endlich mal wieder Oma zu besuchen oder auf der Arbeit Vollgas zu geben (wenn sonst nix zu tun ist). 60 Tage um einen neuen Job zu finden oder endlich backen zu lernen. Egal was, es ist noch viel Zeit!

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Möge die Macht mit euch sein! Oder was auch immer Iron Man dazu sagen würde…

 

Ich freue mich auf diesen grauen, dunklen, langweiligen November!

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