Reisen

Nina allein in … Kroatien und Bosnien

Nachdem ich im letzten Sommer bereits so von Slowenien, Kroatien und Serbien begeistert war, war für mich klar, dass weitere Balkanländer folgen müssen und so suchte ich kürzlich verzweifelt nach günstigen Flügen. Dies war relativ erfolglos, als ich dann jedoch einen Direktflug nach Split in Kroatien für sehr wenig Geld fand, war die Idee nicht mehr weit, einfach von dort aus mein nächstes Ziel zu erobern. In einer Reportage hatte ich einmal etwas über Mostar gesehen, eine kleine schöne Stadt in Bosnien, welche wegen ihrer “Stari most” ihrer alten Brücke zur Touristenattraktion wurde. Und wenn ich mich dann schon einmal bis nach Bosnien getraut hätte, wollte ich dann doch direkt noch Sarajevo, die Hauptstadt mitnehmen. So war der Plan geschmiedet und ich war nur kurz etwas skeptisch ob “Berlin -> Split, Split -> Mostar, Mostar -> Sarajevo, Sarajevo -> Split und Split-> Berlin” innerhalb von fünf Tagen machbar sein würde. 
 
Meine kleine Planungsliebe konnte ich dabei definitiv ausleben, sodass ich schon mal herausfand, welche Busse ich wann wohin nehmen könnte und wie viel Zeit mir in der jeweiligen Stadt bleiben würde. Dann wurden noch Unterkünfte gebucht und für mehr war dann wirklich nicht mehr Zeit, da ich alles sehr kurzfristig ins Leben gerufen hatte.
So kam es dann auch, dass ich in Split am Flughafen Geld abheben wollte und keinerlei Erinnerung mehr hatte, wie zum Himmel nun der Wechselkurs der kroatischen Kuna zum Euro stand. Etwas ängstlich, dass ich mein Konto mit vielen hundert Euro belasten würde, drückte ich wahllos eine Taste und war dann doch sehr beruhigt, als mir der Automat den Gesamtbetrag auch in Euro anzeigte. Ich rechnete schnell: 1 Euro = 7 Kuna, na das ist ja mal wieder super zu rechnen. Ich landete gegen 8 Uhr morgens und hatte einen ganzen Tag in Split vor mir, also ging es erstmal gemütlich zu meinem Hostel, welches doch etwas abgelegen 30 Minuten vom Busbahnhof entfernt lag. Das Hostel war kaum ausgebucht, die Hochsaison hatte in Kroatien glücklicherweise noch nicht begonnen, sodass ich nicht nur im 10-Bettzimmer, sondern auch in der gesamten Stadt noch meine Ruhe vor den riesigen Touristenmengen hatte. In Split ist eigentlich für alle etwas dabei: eine sehr schöne mittelalterliche Altstadt, Strand, Segelwetter, ein schöner Stadtpark mit Blick über die Stadt und doch sehr westeuropäische Verhältnisse – sprich etwas zu langweilig für mich… 
Aber für die Fans unter euch, ein Großteil der Game of Thrones Serie wurde in Kroatien verfilmt und man kann wenn einen das interessiert mittlerweile richtige GoT-Touren mitmachen, welche einem die entsprechenden Bauten zu den Szenen vorzeigen.
Steiniger Strand
Wie immer schaffte ich es, mir am ersten Urlaubstag direkt einen Sonnenbrand zu holen, dabei lag ich gerade mal zwei Stunden am Strand, bevor ich die Altstadt erkundete. Als ich später gerade dabei war, den Stadtparkgipfel zu erwandern, sprach mich ein junger Amerikaner an, der sich dann auch nicht mehr so leicht abschütteln ließ. Viele verstehen meine Begeisterung für das Alleine-Reisen ja nicht und selbst wenn, dann werde ich trotzdem oft gefragt, ob ich denn viele Leute kennengelernt habe. Mir geht es allerdings meist so, dass ich meine Ruhe und alleinige Entscheidungsfreiheit sehr genieße und auch eigentlich nicht wirklich in der Stimmung bin, bei jedem Saufgelage oder Pubcrawl dabeizusein, um Leute kennenzulernen. Ich bin eher so ein kleiner Einsiedler und je länger ich unterwegs bin und so in meiner eigenen Welt lebe, desto schwerer fällt es mir, wieder auszubrechen und sozial zu sein. Egal, er schaffte es auf jeden Fall noch mich zu überreden, mit ihm abends kroatisch essen zu gehen und dann war es doch irgendwie ganz nett, den Abend nicht allein zu verbringen. Er brachte noch eine Neuseeländerin aus seinem Hostel mit und wir probierten uns durch die kroatische Küche und später noch durch ein paar Biere. Vorher lief ich allerdings noch einmal quer durch Split, da ich gerne nicht nur die für Touristen geschaffene Parallelwelt sehen will, sonder eben auch einen Eindruck vom Rest der Stadt bekommen wollte. Die obligatorischen Ostblock-Plattenbauten durften da nicht fehlen, kilometerlange Betonwände und Mauern, die mit Parolen und Zeichnungen besprüht wurden, riesige Einkaufszentren mitten im Nirgendwo warfen nochmal einen anderen Blick auf die Stadt.
 
Diokletianspalast
Kathedrale von Split
Das Berühren des Zehs des „Bischofs von Nin“ soll Glück und Gesundheit bringen
Blick vom Stadtpark auf die Stadt
Ausflug in die Suburbs
Gefüllte Zucchini, Kartoffelbrei und andere Leckereien
Da ich um 3 Uhr morgens aufgestanden war, um rechtzeitig am Flughafen zu sein, zog es mich dann gegen 22 Uhr doch so langsam ins Hostel zurück, wo ich für Hostelverhältnisse eine sehr gute Nacht mit viel Schlaf verbrachte.
erste Aussichten bei der Busfahrt
Am nächsten Morgen hatte ich noch 2 Stündchen Zeit, bevor mein Bus nach Mostar fuhr, daher zog ich nochmal durch die Innenstadt, immer vor der Sonne flüchtend, da der Sonnenbrand noch nicht weniger geworden war. Ich ließ nochmal die alten Mauern auf mich wirken und trank einen überteuerten Espresso (2,60 Euro!!) mitten im Diokletianspalast. Um 10:50 und nach fünfmaligem Fragen, ob der Bus wirklich nach Mostar führe, stieg ich in den Bus und setzte mich klugerweise auf die rechte Seite, was mir in den folgenden 3 Stunden den perfekten Blick auf die kroatische Küste ermöglichte. In solchen Momenten bin ich immer total glückselig und kann es kaum fassen, wie schön die Welt ist und was für ein Luxus es ist, dass ich diese Naturschönheiten sehen und erleben darf. Im Hintergrund lief ein kroatischer Radiosender, der abwechselnd Hits der 90er und kroatische Songs spielte. Alles passte perfekt. Es wurde noch schöner, als wir die Küste ins Landesinnere verließen. Nach einer sehr harmlosen Passkontrolle fuhren wir durch ein Bergpanorama, das mein Herz noch höher schlagen ließ. Als wir an einer Bushaltestelle längere Zeit warteten, dachte ich mir erst nichts weiter dabei und auch als der Busfahrer irgendetwas in den Bus rief nicht. Doch hörte ich gehäuft das Wort Mostar, sodass ich, gerade als der Bus sich wieder in Bewegung setzte doch mal bei dem Pärchen vor mir nachfragte, was denn los sei. Sie erklärten mir in einem Sprachwirrwar, dass man wenn man nach Mostar will in den anderen Bus hätte umstiegen müsse. Ich packte mein Zeug und rannte nach vorne zum Fahrer. Er hielt an, ließ mich raus und ich sprintete zum anderen Bus. Na das ist ja nochmal gut gegangen.
Berge und Meer, was gibt es schöneres?
türkise Buchten
Autobusbahnhof Makarska
Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schööön!
Einfahrt in Bosnien
Reißende Ströme…
On the road in Bosnien
Die noch folgenden zwei Stunden machten mich noch euphorischer, immer häufiger sah man Moscheen in den kleinen Dörfchen, an denen wir vorbeifuhren und die Landschaft ließ mich nicht los. In Mostar würde ich nicht so viel Zeit haben, daher entschied ich mich am Busbahnhof ein Taxi zu nehmen, um nicht zu viel Zeit mit der Wegsuche zu verschwenden. Ich fragte, wie viel die Fahrt zum Hostel kosten würde und der Fahrer sagte 5 Euro. Na gut, geht ja dachte ich mir, sicher ein etwas überhöhter Preis, aber immer noch ok. Die Fahrt dauerte dann ca. 7 Minuten und mir schwante, dass ich ihm sicherlich eher das vierfache des gewöhnlichen Preises zugesichert hatte, was der Typ im Hostel mir daraufhin bestätigte. Als ich vor dem Hostel herausgelassen wurde, überkam mich kurz ein ungutes Gefühl, da hing nur ein kleines Schild an einer Tür, die wenn man sie öffnete einen zerfallenen Garageneingang eröffnete. Hinter dem dort parkenden Auto befand sich noch eine Tür, die ich zaghaft öffnete. Im Hostel wurde ich dann von einem sehr netten Holländer begrüßt, der mir sympathischerweise erstmal Tipps für die Stadt gab, bevor er meinen Pass kopierte und die organisatorischen Dinge erledigte. Das Hostel war total niedlich, ich fühlte mich von der ersten Sekunde an wohl, dennoch bin ich natürlich sofort losgezogen um endlich diese Stadt zu erkunden. 
Wunderschönes Mostar

Die Tipps des Hosteltypen waren gut, zuerst ging es auf eine Brücke von der aus man die so berühmte “Stari most” aus sehen konnte. Total unter Strom vor Begeisterung lief ich kreuz und quer durch die Stadt, zur Brücke natürlich auch, durch die vielen Gassen und zu den verschiedenen größeren Moscheen. Kurzzeitig versuchte ich auch darauf zu warten, dass ein junger Mann in Badehose von der Brücke springt, jedoch muss vorher immer lange Geld gesammelt werden, bis ein bestimmter Betrag zusammengekommen ist und das dauerte mir dann doch zu lange. Vom Hosteltypen bekam ich noch den Tipp, mir das Partisanendenkmal anzusehen, wofür ich sehr dankbar war, es war ein riesiges Denkmal, der Eingang war kaum zu entdecken, aber wenn man den richtigen Weg erstmal gefunden hatte, erschloss sich vor einem ein riesiges Areal, welches mich auf zwei Wegen immer weiter hochführte, bis ich eine Aussicht über die gesamte Stadt und Umgebung hatte.

Wieder zurück in der Innenstadt, kaufte ich Souvenirs, aß Cevapcici, einen typischen Salat, Feigennachtisch und trank Kaffee nach bosnischer Art aus so einer schönen kleinen orientalisch wirkenden Kanne. Ein halber Tag in Mostar war nach meinem Ermessen vollkommen ausreichend, um alles interessante zu sehen, der Stadtkern ist wirklich klein und überschaubar und meine Zimmernachbarin aus Neuseeland bestätigte mir dasselbe, da sie mit 3 Tagen in Mostar etwas überfordert war und deswegen einen der Tage in einem Hotel-Spa verbrachte und für den dritten Tag einen Ausflug in andere Städte Bosniens gebucht hatte.

Endlich an meinem lang ersehnten Ziel  
Was soll man da noch sagen

 

Er sammelt Geld um dann hinunterzuhüpfen 
Stari Most und ein, zwei Touristen…

 

Die kleine Version 
Auf dem Weg zum Partisanendenkmal 
Partisanendenkmal 

 

 

 

Mit Blick über Mostar  
Vorspeise
Bosnischer Kaffee
Cevapcici
In der Dämmerung

 

 

Bei Nacht
Am nächsten Morgen lief ich die Strecke zum Busbahnhof lieber selbst und es dauerte gerade einmal 25 Minuten, na wenn ich das vorher gewusst hätte. Es sollte weitergehen nach Sarajevo. Auch diese Busfahrt war einfach nur traumhaft, wir fuhren lange entlang eines breiten, türkisfarbenen Flusses, welcher links und rechts von anfangs sehr steinigen, unbewachsenen Bergen umgeben war, später waren die Berge dann komplett zugewachsen und strahlten in schönsten Grüntönen. Vor mir saß eine ältere Dame (mal wieder eine Neuseeländerin), die versuchte mit dem kleinen Jungen (ca. 11 Jahre) der auf der anderen Seite saß und jeden der einstieg freundlich mit einem “hello” begrüßte zu kommunizieren. Das war eine schöne Nebenbeschäftigung, den beiden zuzusehen: sie mit ihrem iPad, unentwegt am Fotos von allem und jedem machend und er wie er mit allen Fremden redete und vor ihr posierte und versuchte seine 3 Wörter Englisch anzuwenden. 
 
Durch die Busfenster leider nicht annähernd so schön, wie die Realität!
Fluss Neretva
Nach 2,5 Stunden fuhren wir in Sarajevo ein. Wie so oft in östlicheren Gefilden, kamen wir zunächst an riesigen Plattenbaukomplexen vorbei, die sich neben uns auftürmten. Der Busbahnhof lag dann noch ein Stück vor der Innenstadt, dennoch wollte ich gerne laufen. Nach einer halben Stunde und nachdem ich wohl an allem wichtigen Wahrzeichen vorbeigelaufen bin kam ich in meinem luxuriösen AirBnB Apartment an. Für eine Nacht wollte ich mir ein Zimmer nur für mich gönnen und das war wirklich ein Traum. Fadil, der Apartmentbesitzer öffnete mir die Tür und begrüßte mich freundlich. Noch bevor er mir mein Zimmer zeigte, brachte er mich zur Dachterrasse, die einen Blick über die ganze Stadt ermöglichte und schon da plante ich spätestens zum Sonnenuntergang wieder in der Unterkunft zu sein. 

 

Blick von der Dachterasse

Mein Zimmer hatte auch einen wahnsinnig tollen Blick und – und das war auch der Grund warum ich dieses Apartment ausgewählt hatte, eine Badewanne, die direkt am Fensterbereich eingelassen war, sodass man dieses wunderschönen Blick bei einem heißen Bad genießen konnte. Wieder einmal ließ ich mir natürlich nicht zuviel Zeit, da ich so viel wie möglich entdecken wollte in der kurzen Zeit, die mir blieb. Zuerst ging es zum alten Basar, Baščaršija genannt, welcher neben unzähligen kleinen Marktständen, die mittlerweile ausschließlich Souvenirläden und Restaurants beherbergten sowie wenige Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte. Trotzdem alles sehr touristisch wirkte, wurde meine Frage nach einer gebuchten Tour zu dem Tunnel, welcher Sarajevo zur Zeit der Belagerung mit Lebensmitteln versorgt hatte, erschwert, da sich noch niemand für diese Tour angemeldet hatte und mindestens zwei Personen teilnehmen müssen, damit sie stattfindet. Also lief ich erstmal durch die Stadt und schaute mir noch einmal alles in Ruhe an, später wanderte ich zum Olympiagelände von 1984, zumindest dachte ich, es sei das Gelände, wo auch die Bobbahn wäre, von der mir bereits in Mostar erzählt wurde. Dem war nicht so, es waren eher die Trainingshallen und als ich mich am Wachmann vorbeischlich(er ignorierte mich einfach), war das Gelände doch eher unspektakulär, dennoch begann er mir nun zu folgen und ich bewegte mich dann doch recht schnell wieder aus dem Gebäude heraus.

Meine Badewanne ❤
Sarajevo Basar
Nur einer kann gewinnen
Die ewige Flamme als Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Ein Friedhof
Olympia-Plakat von 1984  
Akademie der Künste

 

Noch ein Friedhof
Blick auf Sarajevo
Da ich gerne nochmal einen der Berge, die die Stadt umgeben bewandern wollte, suchte ich mir auf dem Stadtplan einen Weg heraus, der mich relativ weit nach oben führen sollte. Dies war ziemlich klug, da strikt abgeraten wird in Bosnien von bebauten Wegen und Orten abzukommen, da überall im Land noch Minen verteilt liegen. Aber dazu will ich gerne mehr in einem Extra-Post berichten. Als ich wieder in der Nähe meines Apartments ankam, holte ich mir schnell im Supermarkt einen Aufstrich, etwas Bier und Ayran und beim Bäcker noch so eine Art Fladenbrot und Kuchen und ging dann hoch zur Dachterrasse um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Danach ließ ich mir ein Bad ein und genoss es ein bisschen meine Ruhe zu haben.
Abendbrot mit Ayran und  Kajmak
Am nächsten Morgen wachte ich sehr früh auf, das Wetter war schlechter geworden und ich dachte ich schaue mir die Stadt mal ohne Menschen an, also sprang ich kurzentschlossen auf und lief einmal über den Basar und holte mir auch leckeres Frühstücksgebäck. Noch immer hoffte ich, an diesem Tag die Tunneltour buchen zu können, sodass ich um 9 wieder im Touristenoffice auf der Matte stand um wiederholt nachzufragen. Ich wurde wieder vertröstet und sollte noch einmal um 10:30 eine halbe Stunde vor Start der Tour wiederkommen. Also zog ich nochmal meine Runden und fragte in anderen Touristenbüros nach und hatte noch eine sehr lange und nette Unterhaltung mit einer Angestellten. Als ich das nunmehr vierte Mal nach der Tour fragen wollte begrüßte mich die Frau direkt übereifrig mit einem “You`re lucky” und dass sich noch ein Pärchen gefunden hätte, das die Tour auch mitmachen will und das Zusatzpaket mit Bobbahnbesuch gewählt hatte. Na das passt doch, also hab ich nochmal das doppelte draufgelegt um auch diesen Teil mitmachen zu können. Ich hatte noch 30 Minuten Zeit bis es losging also entschloss ich mich fix noch die Bibliothek, die mein Host mir empfohlen hatte zu besuchen, was mal wieder ein super Tipp war, da die Bibliothek einfach wunderschön war.
 
Basar 
Sebilj

 

Baščaršija  
Nun ging es aber schnell zurück und los zur Tour, da wir nur 3 Tour-Interessierte waren, hatten wir den Guide nur für uns, welcher schon bei der 30 minütigen Autofahrt voller Inbrunst auf uns einredete. Wir besuchten zuerst den Tunnel und er erklärte uns viel über die Zusammenhänge und den Krieg, das würde ich aber gerne in einem extra Post niederschreiben, das hier liest ja eh niemand 😉

 

Später ging es noch zur Bobbahn, welche vollkommen verlassen im Wald auf einem Berg vor sich hingammelte und auf jeden Fall oder gerade deswegen einen Besuch Wert war. 
Decke der Bibliothek 
Tunnel Museum
Noch sichtbar: Einschussstellen  
Der Tunnel 
Bobbahn in Trebevic 

 

Posing vorm Olympia-Logo  
Das neuere Sarajevo
Letzte Toilettenmöglichkeit vor der langen Busfahrt…
Ostblock lässt grüßen

Zurück in Sarajevo musste ich mich etwas beeilen, da um 16:30 mein Bus zurück nach Split abfuhr. Dabei stellte sich für mich die besondere Herausforderung, dass ich die 6 Stunden Busfahrt ohne eine Toilette überstehen musste. Aber ich bin ja mittlerweile Profi und so schaffte ich es locker. Die Busfahrt war wieder einmal ein Fest, ich hatte die hinterste Reihe und konnte mich schön längs in den Bus fläzen  schlafen, herausgucken, der bosnischen Musik lauschen, die immer mal wieder durch den schlechten Empfang zwischen den Bergen gestoppt wurde. Als es dunkel wurde, wunderte ich mich kurz, warum ich eigentlich so entspannt bin, ich fuhr gerade alleine, im Dunkeln durch Bosnien, entlang der Berge, mit nur einer kleinen Spur, bei Gegenverkehr hieß es die Ruhe bewahren. Aber meine gesamte Reise war so friedlich und es war warm, ich war gemütlich müde und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass etwas passieren sollte. Einfach nur schön.

Bei der Busfahrt hat man viel Zeit nachzudenken und aufzuschreiben, welche Länder man noch bereisen muss…
Um 22:30 kamen wir wieder in Split an, nachdem wir auf dem Rückweg dann doch dreimal unsere Pässe irgendwelchen Polizeibeamten mitgaben und ich mir jedes Mal vorstellte, was wohl geschieht, wenn sie einfach nicht wiederkämen. Das Hostel in Split war dieses Mal näher am Bahnhof und ich war schnell im neuen und letzten Heim für meine Reise. Auch am nächsten Morgen wachte ich wieder gegen 6 auf und entschloss mich dieses Phänomen zu nutzen, um mich noch einmal an das adriatische Meer zu setzen, mein Buch zu Ende zu lesen und erst danach zu duschen und meine Sachen zu packen. Die Zeit verging schnell und wenige Stunden später saß ich wieder im Flugzeug nach Hause, mit ganz vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck.
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Ein Kommentar zu „Nina allein in … Kroatien und Bosnien

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