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Learn Computer the Blond Way (Part 1)

Nachdem ich nun letzte Woche das erste Mal in meinem Leben einen Rechner wieder zusammengeschraubt habe, und mich die Faszination, dass mich soetwas fasziniert, fasziniert hat, schaute ich mich bei ebay und Konsorten um, ob nicht jemand so einen alten Rechner günstig zu verkaufen hat. Schnell wurde ich fündig, ein Ebayaner, der gleich in der Nähe im schönen Friedrichshain haust. 3….2…..1 für 3,50 € war das Ding, ohne Festplatte, aber mit Tastatur meins. Heute, Dienstag 19 Uhr haben wir uns für die feierliche Übergabe verabredet. Doch mein Abenteuer begann schon vorher.

Etwas zu früh kam ich aus dem Büro, noch am überlegen, wie ich die zusätzlichen 20 Minuten überbrücke, lief ich am Alexanderplatz in Richtung U5, da ich wohl gelangweilt genug aussah, um direkt als Ortsansässige identifiziert zu werden, sprachen mich zwei kleine blonde Omis an, wo sie denn die S5 fänden, in irgendetwas, was Deutsch sein sollte. Schnell konnte ich Ihnen sagen, wo die S5 fährt, doch da sie immer noch sehr verwirrt dreinblickten, fragte ich die Damen, wo sie denn genau hinwollen. Dafür reichten die Deutschkenntnisse dann jedoch nicht mehr und ich hörte nur, wie sie auf Polnisch beratschlagten, was ich wohl gefragt habe. BINGO: Da konnte ich gleich perfekt einsteigen und meine verstaubten Polnischkenntnisse anwenden.

Die beiden waren begeistert, zeigten mir die Adresse, wo sie hinmussten (A&O Hostel Boxhagener Straße) und da dachte ich mir, die nehm ich doch mit. Also Planänderung, ich lotste die beiden Warschauerinnen (ja die Informationsflut über Herkunft, Enkelinnen und Berufsgruppen sollte von da an nicht abreißen) in die nächste Bahn Richtung Ostkreuz und hatte eine lustige Bahnfahrt, wo wir mitunter über dieses Internet gesprochen haben, von dem immer alle reden. Die eine der Beiden wollte mir gleich noch die Nummer ihrer  Enkelin geben, denn die sei auch weiblich und jung, sprich wir haben unheimlich viel gemeinsam, falls ich mal nach Warschau komme, doch leider hatte sie die Nummer nicht gespeichert. Gut angekommen verabschiedeten sie mich herzlich. Zeitplan perfekt, noch 10 Minuten um in die Dirschauer Straße zu finden.

Vor der Tür der Wohnung fiel mir auf, dass es schon praktisch wäre, wenn ich den Nachnamen des Verkäufers kennen würde. Nachdem ich 5 Minuten auf das Klingelschild starrte, checkte ich nochmals meine Mails, wo dann auch die entsprechende Nachricht zu finden war: Ich wohne nicht mehr in der Dirschauer sondern in der Bänschstraße. Top. Naja immerhin der selbe Stadtbezirk. Eine kleine Wanderung später klingelte ich bei dem Jan und der Jan war ein ganz netter, mit einer hübschen Wohnung, ist ja immer interessant, wer sich da so hinter den Fassaden in den netten Gegenden im Fhain versteckt.Warum Ebay noch immer seine alte Adresse ausspuckt, wusste er auch nicht, auf jeden Fall freute er sich, dass er das alte „Ding“ endlich loswird und bestand darauf, es mir zu schenken.

So fügte sich alles, hilfst du den Polinnen, schenkt dir der Jan den Karl, Karma und so. Da das Zeug nicht so schwer war, konnte ich noch einen kleinen Abstecher machen und meine gesparten 3,50 € gleich in meinen Lieblingslibanesenimbiss bzw. ein Makali Sandwich investieren. 
Gestärkt (naja gut, meine Bauchschmerzen sind doch durch das fettige Essen nicht besser geworden) bin ich nach Hause getrottet und nun steht ER da. Da ich noch nicht das passende Werkzeug habe, ja ich besitze nur das Ikea Werkzeugset, mit viel zu großen Schraubendreher-Bits, muss der Rechner noch 2-3 Tage ruhen, das passt aber, denn morgen hole ich noch eine hoffentlich funktionierende Festplatte, die über Kleinanzeigen zu verschenken war, in der Weberwiese ab. Und dann, ja dann kann es losgehen. Vielleicht weiß ich bis dahin auch, was ich damit anstelle:

So, das ist mein neues Spielzeug:
In Part 2 dann mehr über meine Herangehensweise und meine Erlebnisse mit Karl, dem Computer.
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